Welche Käse-Sorten sind während der Schwangerschaft unbedenklich und welche nicht?

Geschrieben für BabyCenter Deutschland

Diese Informationen stammen aus dem Internet und sind auch dort nochmal nachzulesen!

 
 

Iris Lange-Fricke

Ernährungsexpertin

Käse ist ein wichtiger Protein- und Kalziumspender für Schwangere. Es gibt viele Käsesorten, die Sie auch in der Schwangerschaft essen können, aber auf bestimmte Sorten sollten Sie verzichten. 

Generell lässt sich sagen, dass Sie als Schwangere auf Weißschimmel-Weichkäse und Blauschimmelkäse verzichten sollten. Diese Käsesorten begünstigen das Wachstum bestimmter Bakterien, zum Beispiel Listeria-Bakterien, die eine Lebensmittelvergiftung verursachen. Weil diese Käsesorten feuchter und weniger säurehaltig sind als andere, bieten sie den perfekten Nährboden für Listerien und sind damit auch für Ihr Ungeborenes schädlich, selbst wenn sie pasteurisiert sind. 

Hier ist eine Übersicht über Käsesorten, die in der Schwangerschaft unbedenklich oder gefährlich sind:

Käsesorten, die Sie in der Schwangerschaft essen können:

  • Hartkäse: geräucherte Varianten, Babybel (halbfester Schnittkäse), Bergkäse, Cheddar, Chester, Comté, Double Gloucester, Edamer, Emmentaler, Gouda, Grana Padano, Greyerzer (Gruyère), Havarti, Jarlsberg, Lancashire, Manchego, Parmesan, harter Pecorino, Provolone, Tilsiter Schnittkäse
  • Weichkäse und verarbeiteter Käse: Boursin, Hüttenkäse, Frischkäse, Feta, Halloumi, Ziegenkäse ohne weiße Rinde, Mascarpone, Mozzarella, Streichkäse, Paneer (indischer Frischkäse) Quark, Ricotta.

Käsesorten, die Sie in der Schwangerschaft nicht essen sollten:

  • Weißschimmel-Weichkäse: Brie, Blue Brie, Cambozola, Camembert, Chaumes (wegen der Rinde mit Rotschimmelkulturen), Chèvre (Ziegenkäse mit einer weißen Rinde), Pont-l’Évêque, Prince Jean, Taleggio, Vacherin Fribourgeois.
  • Weichkäse mit Rotschmiere: Limburger, Munster, Romadur.
  • Sauermilchkäse: Handkäse, Harzer Roller, Korbkäse, Mainzer Käse, Olmützer Quargel, Spitzkäse, Stangenkäse.
  • eingelegter Käse oder Frischkäse aus offenen Gefäßen in der Kühltheke: Feta, Schafskäse, Mozzarella.
  • Blauschimmelkäse: Bayerischer Blauschimmelkäse, Bergader, Bleu d’Auvergne, Danablu, Gorgonzola, Romano, Roncal, Roquefort, Stilton, Tomme.
  • Weiche, nicht pasteurisierte Käsesorten, auch Ziegen- und Schafkäse: Chabichou, Pyramide, Torta del Casar.

Tipps, wie Sie mit Käse und Rohmilch umgehen sollten
Listeria-Bakterien werden nach längerem Kochen über 70 Grad abgetötet. Sie können also Gerichte mit Blauschimmel-Käse oder Backcamembert essen, wenn der Käse lang genug erhitzt wurde. Wenn Sie beispielsweise eine Gorgonzola-Sauce machen, Pizza mit Blauschimmelkäse, Ofenkäse oder Backcamembert essen wollen, achten Sie darauf, dass der Käse durch und durch heiß geworden und nicht nur geschmolzen ist. 

Schneiden Sie vorsichtshalber bei allen Käsesorten die Rinde ab, da diese unter Umständen mit Bakterien belastet sein kann.

Bei Käse gilt generell: Je länger der Käse reift, desto unbedenklicher ist der Verzehr. Deshalb schätzen Experten Hartkäse als sicher ein, selbst wenn er aus Rohmilch hergestellt wurde. Die schädlichen Bakterien überleben die lange Reifezeit nicht. Neben Hartkäse können jedoch auch Weich-, Schnitt- oder halbfester Schnittkäse aus Rohmilch hergestellt werden. Auch hier ist die Reifezeit entscheidend für die Unbedenklichkeit. 

Joghurt, Frischkäse, Sauerrahm, Crème fraîche oder Quarkprodukte werden im Handel nur aus erhitzter Milch verkauft, stellen also kein Problem dar. Auch Sauermilchprodukte aus pasteurisierter Milch sind frei von Listerien. 

Sie können Rohmilchkäse im Regal einfach erkennen: Auf der Verpackung MUSS der Vermerk „aus Rohmilch hergestellt“ stehen. Steht dieser Vermerk nicht auf der Verpackung, ist die Milch pasteurisiert. 

Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie lieber an der Käsetheke nach!


Zuletzt überarbeitet: Mai 2019

Quellen

FSA. n.d,a. Ask Sam… Pregnancy. Food Standards Agency, Eatwell. www.eatwell.gov.uk [Stand November 2010] 

FSA. n.d,b. Food bugs. Food Standards Agency, Eatwell. www.eatwell.gov.uk [Stand November 2010] 

FSA. n.d,c. When you’re pregnant. Food Standards Agency, Eatwell. www.eatwell.gov.uk [Stand November 2010] 

NICE. 2008. Antenatal care: Routine care for the healthy pregnant woman. National Institute of Health and Clinical Excellence. www.nice.org.uk [pdf-Datei, Stand November 2010] 

NHS. 2009. Listeriosis. NHS Choices, Health A-Z. www.nhs.uk [Stand November 2010] 

Hinweis:

Die Gesamtbewertung richtet sich nach der Einfachheit des Pairings d.h. wie gut sich das Produkt mit Käse kombinieren lässt. Die Gesamtbewertung zeigt nicht, wie gut oder schlecht ein Produkt ist, sondern wie sich die geschmacklichen Aspekte des getesteten Produkts mit Käse am Gaumen zusammenfügt und keiner den anderen übertrumpft.

Desweiteren bin ich seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Die Produkte bekomme ich von den Herstellern als Muster, die Bewertungen werden aber davon nicht beeinflusst und erfolgen nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir diesen Blog am Leben zu halten!

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1 Antwort

  1. Michael sagt:

    Was sich bestimmt viele schon gefragt haben:

    Wie ist es mit Rohmilchkäse in der warmen Küche? -Raclette, Fondue, Gratins usw. ?

    Fakt ist das wenn die Rohmilch pasteurisiert wird, wir sie für 15 – 30 sek. auf 72 – 74°C erhitzt.

    Das gleiche passiert beim Raclette, Fondue und beim Gratinieren auch!

    Sie können also auch Rohmilchkäse (Naturprodukte ohne Zusätze) unbedenklich zum überbacken verwenden!

    Die meisten alternativen die gekauft werden sind mit Zusätzen behandelt (Natamycin, Nitritpökelsalz usw)

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